Mit dem Sandero bietet Dacia ein Fahrzeug für alle, die beim Autokauf vor allem rational entscheiden. In der Autogas-Variante überzeugt der kompakte Rumäne mit niedrigen Betriebskosten, zeitgemäßer Technik und überraschend gutem Fahrkomfort – aber auch mit einigen Abstrichen.
Moderner Auftritt statt Billig-Image
Der Dacia Sandero hat sich optisch deutlich weiterentwickelt. Vom einstigen Ostblock-Charme ist kaum etwas geblieben. Vor allem mit der neuen Front samt beleuchtet wirkendem Markenlogo wirkt er frischer und hochwertiger als viele vermuten würden. Zwar bleibt der Sandero in manchen Details – wie unlackierten Stoßfängern und einfachen Radzierblenden – seiner Budget-Philosophie treu, doch das Gesamtbild ist stimmig. Wer allerdings auf ein besonders edles Ambiente Wert legt, wird hier nicht fündig.
Kleinwagen mit großem Nutzwert
Im Alltag zeigt sich der Sandero praktisch: Vorne bietet er ausreichend Platz, hinten wird es für Erwachsene etwas enger. Der Kofferraum ist alltagstauglich, wenn auch mit hoher Ladekante. Die Bedienung im Cockpit gelingt intuitiv, moderne Ausstattungsdetails wie ein Touchscreen sind zumindest in den höheren Ausstattungen vorhanden. Im Inneren geht es funktional zu – mit wenig Schnickschnack, aber ordentlicher Verarbeitung.
Sparsamer Antrieb mit LPG-Vorteil
Als ECO-G fährt der Sandero mit einem 1,0-Liter-Dreizylinder, der 101 PS auf die Straße bringt. Der kleine Turbomotor ist in Verbindung mit Flüssiggas nicht nur kostengünstig, sondern auch vergleichsweise umweltfreundlich unterwegs. Rund 7 Liter LPG auf 100 Kilometer ergeben Kraftstoffkosten von etwa 7 Euro – ein starker Wert im heutigen Umfeld. Dabei bleibt der Antrieb ausreichend kräftig und kultiviert, das manuelle Fünfgang-Getriebe passt gut zum Charakter des Fahrzeugs.
Gute Basis, attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis
Ab 13.300 Euro ist der ECO-G-Sandero zu haben, empfehlenswerter ist jedoch die mittlere Ausstattung „Expression“ für 14.700 Euro – hier ist unter anderem die Klimaanlage serienmäßig. Selbst eine weitgehend ausgestattete Topversion bleibt mit rund 16.500 Euro unter der Schwelle, bei der andere Hersteller gerade erst anfangen. Und: Dacia-Modelle gelten als besonders wertstabil.
Wettbewerber meist kleiner – und teurer
In dieser Preisklasse gibt es kaum ernsthafte Konkurrenten. Zwar treten Modelle wie der Fiat Panda, Hyundai i10 oder Kia Picanto preislich ähnlich auf, bieten aber weniger Platz. Eine echte Alternative zum Sandero ist der ebenfalls LPG-fähige Dacia Sandero Stepway – etwas robuster im Look, aber technisch nahezu identisch.
Fazit: Vernunftauto mit Sparpotenzial
Der Dacia Sandero ECO-G zeigt, dass günstige Neuwagen nicht zwangsläufig altmodisch oder unkomfortabel sein müssen. Wer sich auf das Wesentliche konzentriert, bekommt ein sparsames, solides Fahrzeug mit überraschend hohem Nutzwert. Perfekt für alle, die Mobilität zum kleinen Preis suchen – mit gutem Gewissen.

